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Um 1500 entstand die evangelische Kirche Brodau, eine Saalkirche mit Westturm aus verputztem Ziegelmauerwerk. Teile der Außenmauern des Saales enthalten auch ältere Substanz. Sie war Filialkirche von Werbelin.

 

Im Jahre 1801 wurde die große Glocke gegossen.

 

Von 1801 bis 1803 erfolgte ein grundlegender Umbau mit spätbarocken Veränderungen. Aus dieser Zeit stammen auch die wichtigsten Teile der Innenausstattung: die Emporenanlage, das nur noch teilweise erhaltene spätbarocke Gestühl, ein klassizistischer Kanzelaltar und die Reste des Orgelprospektes.

 

1854 wurden die zwei kleinen Glocken von der Firma Ulrich gegossen.

 

1861 deckten Ziegel- und Schieferdeckermeister Herbert Witich aus Delitzsch und zwei Gesellen die Kirche neu um.

 

1917 wurden die zwei kleinen Glocken dem Ersten Weltkrieg geopfert.

 

Umfangreiche Renovierungs- und Ausgestaltungsarbeiten wurden im Jahre 1935 durchgeführt. Der Leipziger Kirchenmaler Manger und der Delitzscher Malermeister Pawlowski malten das Innere der Kirche einschließlich Altar und Kanzel neu aus. Dabei wurden auch zwei alte Malereien, die man auf der Orgel gefunden hatte, erneuert. Die Kirche bekam zwei neuen Bronzeglocken, von der Firma Schilling aus Apolda gegossen. Diese wurden  am 21. Juli 1935 eingeweiht.

 

Um 1942 wurden die beiden kleinen Bronzeglocken für Kriegszwecke eingezogen.

 

Von 1972 bis 2003 blieb die Kirche ungenutzt und wurde durch Vandalismus und Plünderung stark beschädigt.

 

Im September 2003 erfolgt ein Fördermittelantrag an das Regierungspräsidium Leipzig.

 

Im Jahr 2004 erfolgte die Gründung des Fördervereins zum Erhalt der Kirche. Im Juni diese Jahres fand der erste Gottesdienst in der provisorisch hergerichteten Kirche statt.

Im Juni 2005 erfolgt ein Antrag auf Fördermittel bei der Deutschen Stiftung für Denkmalschutz.

 

2006 wurde eine neue Turmbekrönung wird bestellt. Außerdem sind Turm und Schiff zimmermannsmäßig durch Fa. Voigtländer aus Oschatz instandgesetzt und von Dachdeckerfirma Steffen Seifert aus Zschortau neu gedeckt worden.

 

In unserer Brodauer Kirche eröffnete am 9. September 2007 der Leipziger Regierungspräsidenten Steinbach den Tag des Offenen Denkmals mit der offiziellen Auftaktveranstaltung für den Regierungsbezirk. Das Motto dieses Tages war "Orte der Einkehr und des Gebets - Historische Sakralbauten".

Natürlich fand aus diesem Anlass ein Gottesdienst statt. Zahlreiche Brodauer und Gäste, darunter Regierungspräsident, Landrat, Bürgermeister, Superintendent und Vertreter des Denkmalschutzes nahmen daran teil. Sie konnten erleben, wie zum ersten Mal nach über 30 Jahren ein Pfarrer von der Kanzel wieder eine Predigt las. 

Nach dem Gottesdienst übergab Regierungspräsident Steinbach Pfarrer Heimrich den Bescheid über die bewilligten Fördergelder. Diese ermöglichen, dass unsere Kirche die dringend benötigten Fenster und einen neuen Außenputz bekommt.

2008 war es endlich soweit: Dank der finanziellen Zusagen und Spenden sowie der tatkräftigen Unterstützung zahlreicher Freiwilliger erhielt der Turm einen neuen Außenputz und die Kirche die langersehnten Fenster. Sogar eine neue Tür konnte eingebaut werden. Zusätzlich wurde die Kirchturmuhr erneuert und in Betrieb genommen.